Impressum
Unterwegs mit der evjugmei
Leitung: Jugendpfarrer Torsten Merkel
Kosten: 20,00 € für
Busfahrt von Siebenlehn nach Freiberg, Zugfahrt
von Chemnitz nach Freiberg, Unterkunft
! Verpflegung für sich, bringt jeder selbst mit!
Willkommen auf dem Jakobsweg!
Steil steigt der Pfad durch den Wald. Nimmt denn der Weg überhaupt kein Ende? Der Atem geht schwer, der Rucksack drückt in die
Schultern. Die Sonne scheint unbarmherzig. Nach Ende des Anstieges zieht sich der steinige Weg zwischen Wiesen und Feldern dahin
und läuft auf den nächsten Ort zu. Geschafft.
Lust auf Pilgerfeeling?
Heute zieht es immer mehr Menschen auf den Jakobsweg. Die Gründe sind vielschichtig.
Sie reichen von Glaubensansporn und der Suche nach sportlicher Herausforderung über Neugier bis hin zum persönlichen Kerkeling-
Effekt: Ich bin dann mal weg.
Dahinter steckt der Wunsch nach einer Auszeit aus dem Trott des Alltages. Die vielfältigen Eindrücke, Begegnungen, Entbehrungen,
Erlebnisse, innere Einkehr auf dem Jakobsweg erlauben es, sein Leben immer wieder zu bedenken und neu auszurichten.
Der Pilgerweg ist mit der gelben Jakobsmuschel auf blauem Untergrund oder Pfeilen an Hauswänden, Felsplatten, Schildern,
Bäumen…markiert.
„Pilgern bedeutet für mich: Ich raffe mich auf mit immer wieder neuem Mut, um gemeinsam mit anderen nach Wegen zu suchen, die
meinem Denken und Handeln im Alltag neue Impulse geben können.“ (C.Kramer, Alsfeld)
Nicht nur das Ziel, sondern auch der Weg ist wichtig. Pilger machen die Erfahrung, dass beim Gehen etwas in ihnen in Bewegung
kommt, was erstarrt und verhärtet war. Auch moderne Pilger haben Sehnsucht nach Verwandlung und Erneuerung ihres Lebens. Wer
sich auf den Weg macht, hat stets den Pilgerausweis dabei….
Pilgern ist eine der ältesten Formen des Unterwegssein.
Seit Jahrtausenden pilgern Menschen in fast allen Religionen. „Unterwegs wird mit klar, dass ich ohne Vertrauen nicht lebensfähig wäre.
Denn ich verlasse mich darauf, dass der Weg mich trägt, dass die Wegweiser nicht lügen, dass meine Kräfte ausreichen, dass am Ende
ein Ziel wartet.“ (P.M.Clotz, Hainau)
Beim Pilgern tauche ich ein in eine Langsamkeit und entschleunige mein sonst oft hektisches Leben. Ich spüre mich neu als Geschöpf
Gottes in seiner Schöpfung nehme mit jedem Schritt seine grenzenlose Liebe und sein wohltuendes Erbarmen in mich auf: beim
Schweigen, beim Singen, beim Beten….
Die Faszination und das Geheimnis des Pilgerns liegen zunächst in der Fortbewegung auf den eigenen Füßen. Sie ist die dem
Menschen ureigene und angemessene Art des Unterwegsseins und gibt ein gutes Maß in einer maßlosen und schnelllebigen Zeit. Die
Verbundenheit mit der Natur, nah am Boden, unteroffenen Himmel, wirkt heilsam und belebend bis in die Tiefen von Leib und Seele.
Darum lade ich zum Pilgern vor der eigenen Haustür ein.
Nicht nur der Jakobsweg in Spanien, sondern auch markierte Wege in unserer Region führen zu heilsamen Orten.
Wir starten am
Freitag 23. März 2012 in Siebenlehn (Haltestelle: An der Halde) um 15.20 Uhr
und fahren mit dem Bus 750 „Muldentaler“ nach Freiberg. Start unserer gemeinsamen Tour wird dann im Freiberger Dom sein. Danach
geht es zu Fuß am Freitag Nachmittag auf dem Frankenpilgerweg über Kleinschirma nach Oberschöna, wo wir im Pfarrhaus Quartier
nehmen. Am Samstag pilgern wir auf dem Stück von Oberschöna nach Oederan, Flöha (wo die Möglichkeit des Einkaufens besteht) bis
nach Euba.
Am
Sonntag 25. März
nehmen wir uns das letzte Stück von Euba über den Zeißigwald nach Chemnitz zur Jakobikirche vor, wo unsere Pilgertour endet. Von
Chemnitz aus fahren wir mit dem Zug bis Freiberg, was jede halbe Stunde möglich ist. Ihr müsstet Euch in Freiberg am Bahnhof
abholen lassen.
„Wenn ein Mensch sich von zu Hause auf eine Reise begibt und immer weiter geht“, schreibt der Pilger Mandeville Mitte des 14.
Jahrhunderts, „kommt er eines Tages an seine eigene Tür zurück“. Zurück zu sich selbst. Auf diesem Weg gilt es Schwellen zu
überwinden, Grenzen zu überschreiten, unbekannte Gegenden zu erkunden und Brücken zu bauen.
Nur noch wenige Plätze frei!